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ACHTUNG, TERMIN ÄNDERUNG!

Mittwoch, 19.10., 13.30 – 14.00 Uhr
Mittwoch, 19.10., 14.00 – 14.30 Uhr
Kids Stage in Halle 3.0, neben IO-Stand (K153)

“Neue Chancen für Künstler im Zeitalter des Internets”

SUMMARY / ZUSAMMENFASSUNG

Mit über 3,4 Milliarden Menschen verfügen Ende 2016 schätzungsweise 46% der Menschen weltweit über eine Internetverbindung. Fast jeder Einzelunternehmer mit Anbindung ans Netz hat damit die Möglichkeit, sich nicht nur als globales Unternehmen zu positionieren, sondern tatsächlich wie eines zu handeln. Mit oftmals überraschend geringem Einsatz. Was viele professionelle Kreative noch nicht realisiert haben ist, wie sehr gerade sie von dieser Entwicklung profitieren können.

In diesem Vortrag möchte ich nicht nur auf einige Unterschiede zwischen der “alten” und der “neuen” Methode der Kundengewinnung hinweisen – und welche Portfolios online am erfolgreichsten sind – sondern ebenso mit einigen der hartnäckigsten Mythen aufräumen, die nach wie vor das Bild verzerren.

Unter anderem berühren wir folgende Themen:
• Wie viel Technik ist nötig?
• Wie hoch sind die Kosten?
und
• Welches sind 5 der wichtigsten online Erfolgs-Prinzipien für Kreative?

AUDIOFILE / HÖRDATEI

Vortrag Buchmesse Frankfurt 2016 – Neue Chancen für Kreative im Zeitalter des Internets

by Lassal | The Weekly Napkin 01

FULL TRANSCRIPT / ABSCHRIFT

Wer von Euch ist:

  • Illustrator?
  • Schriftsteller?
  • Quereinsteiger?
Ich bin Quereinsteiger.

Mein Name ist Lassal, und über 15 Jahre lang habe ich für die top Werbeagenturen weltweit gezeichnet, hauptsächlich im Bereich Storyboarding und Animatics.

Studiert habe ich jedoch VWL und Architektur. Ich bin also ein Ingenieur. Und während ich immer wieder von Künstlern höre, die sich einen “normalen” Job suchen, weil sie als Kreative keine Kunden finden, bin ich als Ingenieur Kreativer geworden, um Kunden zu finden. Verrückt, oder?

Man muss dazu erwähnen, dass ich mein Diplom in 2001 gemacht habe, mitten in der DotCom Krise, als “normalen” Jobs vorübergehend eben alles andere als “normal” waren.

Trotzdem lief Werbung im Fernseher – und zwar rund um die Uhr auf so ziemlich jedem Kanal. Daher habe ich, in meiner Notlage, nichts weiter gemacht, als dorthin zu gehen, wo das Geld scheinbar noch vorhanden war und ausgegeben wurde.

Das Verrückte war, ich hatte Recht: 3 Monate später war ich vollbeschäftigt. Trotz Krise.

Aber nicht allen erging es so.

Warum habe ich das also hinbekommen und andere nicht?

War ich so toll?
Absolut nicht. Ich konnte einigermaßen zeichnen, hauptsächlich Häuser, aber das konnten andere auch.

Hatte ich die richtigen Beziehungen?
Ich hatte noch nie von irgendeiner großen Werbeagentur gehört.  JvM klang für mich wie H&M.

  • Ich hatte keine Ahnung.
  • Keine Erfahrung.
  • Hatte keine Kontakte.
  • Ich hatte kein Portfolio,

und wusste auch nicht, wo ich Informationen herbekommen sollte.

Warum hat es dann geklappt?

Ich würde sagen, es hat geklappt, weil ich Quereinsteiger war und weder die LEUTE noch die REGELN der Branche kannte.

Warum war das wichtig?
Ganz einfach:

Wenn Dir jemand sagt, dass etwas unmöglich sei, würdest Du es dann probieren? Und falls ja, mit was für einer Einstellung? Wie schnell würdest Du aufgeben wenn es nicht gleich klappt?
Wenn Du aber keine Ahnung hast, das etwas angeblich unmöglich ist, dann probierst Du so lange, bis es klappt. Oder?

Nach 3 Monaten war ich vollbeschäftigt. Dass das eigentlich völlig unmöglich war, habe ich zum Glück erst Jahre später mitbekommen.

Wie kommt es zu all den Schwierigkeiten? Und was hat das mit dem Internet zu tun?

Es ist natürlich ein komplexes Thema, und ein wichtiger Punkt ist der Mindset – den ich heute nur indirekt ansprechen kann. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die klassische künstlerische Ausbildung weitgehend auf traditionellen Strukturen und Regeln basiert. Und das meine ich nicht wertend – es ist einfach so. Das ganze Prinzip basiert auf Knappheit. 

Es sind Strukturen und Regeln, die in dieser Parallelwelt zT. durchaus noch gelten, Ok? Aber eben nur für diejenigen, die sie nicht verlassen.

Nach der Ausbildung verlassen jedoch viele diesen Bereich und stehen plötzlich mitten in einer völlig neu strukturierten Welt, in der es nicht um Knappheit geht, sondern um Abundanz – was ein ganz anderes Prinzip ist. 

Dort versuchen sie die Regeln anzuwenden, die unter Knappheit gelten – weil sie es so gelernt haben, weil es früher funktioniert hat und weil jeder, der genug Talent hat und x-Jahre studiert hat, auch erfolgreich sein sollte. Alles andere wäre unfair, stimmt’s?

Und doch scheint die Welt in den meisten Fällen unfair zu sein!

Warum ist das so?

Nun, Du konkurrierst nun nicht mehr nur mit den Leuten, die mit Dir ihren Abschluss gemacht haben, sondern mit der halben Welt. Und die da draußen haben auch Talent. Sie haben auch Ideen. Sie haben auch Träume, für die sie kämpfen. Und sie verlangen vielleicht nur die Hälfte vom Preis, den Du verlangen musst, um Deine Miete bezahlen zu können.

Schlimmer …
… plötzlich wird Dir gesagt, dass es nicht mehr Deine Stärken sind, die Dich ausmachen, sondern deine Schwächen.

… plötzlich zählt scheinbar nicht mehr, was Du kannst und hast, sondern das, was Du NICHT kannst und NICHT hast:

  • eMail Marketing,
  • Website Gestaltung
  • Networking
  • Werbung
  • Branding
  • Social Media

Zugegeben, das ist schwer zu verdauen – besonders für Künstler, die eigentlich nur in Ruhe ihre Kunst machen wollen. 

Aber vielleicht beruhigt es Euch zu wissen, dass Werbung und Marketing nicht das Ausschlaggebende sind. Es ist wichtig, ja, ergänzend wichtig. Sogar sehr! Aber alle Werbung der Welt wird Euch nichts bringen, wenn Ihr nicht das Wesentliche zuerst klärt.

Besser noch, wenn Ihr das Wesentliche zuerst klärt, werden sich Werbung und Marketing daraus ergeben – manchmal greifen dann sogar wieder die vertrauten alten Prinzipien und Regeln der Knappheit.

Gehen wir auf eine kleine Zeitreise.

Nicht weit zurück, ein paar Jahrzehnte reichen völlig.

Damals arbeiteten Kreative normalerweise in einem sehr kleinen, regionalen Markt.

Für Kreative eines Ortes war es kommerziell vorteilhaft, viele verschiedene Dinge machen zu können, um den gesamten, vielfältigen Bedarf der Gegend zu decken.

Am besten konnte man von allem ein bisschen und war nicht zu ausgefallen, um niemanden vor den Kopf zu stoßen.

In dem Maße, wie Kommunikationsmethoden und die Distribution fortschrittlicher wurden, wurde unser Einflussbereich, also unser Markt, größer. 

Je größer der Markt wurde, desto mehr potentielle Kunden gab es, aber plötzlich hatten wir auch mehr Mitbewerber. 

Mit jeder Weiterentwicklung im Bereich Distribution und Kommunikation, habt Ihr mehr Leute erreichen können und Euren potentiellen Einflussbereich vergrößert.

Wenn sich herumgesprochen hat, dass ein bestimmter Kreativer besonders gut darin war, zB. Schilder zu gestalten, so ging man nicht mehr zum Erstbesten, sondern zum Kreativen, der das besonders gut konnte.

Da dieser Kreative nun plötzlich mehr Anfragen hatte, als er handeln konnte, hat er, wenn er clever war, seine Preise angehoben.

Damit hat er alle abgeschreckt, denen der Preis wichtiger war als das Besondere.
ODER diejenigen, die zwar das Besondere wollten, aber einen anderen Geschmack haben.

Übrig geblieben sind diejenigen Kunden, die bereit waren, mehr zu bezahlen, um GENAU DIESE besondere Arbeit von genau diesem Kreativen zu bekommen. Seine Fans.

All die anderen Interessenten sind wieder zum allgemeinen Pool der generischen Kreativen.

Da es von ihnen jedoch jeden Tag mehr gab, und sie gewissermaßen austauschbar waren, entstand in diesem Bereich ein Preiskampf.

Was heißt das für uns Kreative?

So lange wir in den Augen unserer Kunden austauschbar sind, erfolgt die Differenzierung zwischen uns über den Preis!

Sobald einer von uns etwas Besonderes anbietet, zieht diese Person DIE Leute an, die das Besondere suchen und die bereit sind, dafür einen besonderen Preis zu zahlen.

Diese Leute gibt es übrigens immer. Es gibt immer Menschen, die direkt zum FirstClass Schalter laufen. Es gibt immer Menschen, die sofort zum teuren VIP Paket greifen. Es gibt immer Menschen, die auf das Besondere Wert legen. Und es gibt immer Menschen, die sich das leisten können. Und zwar in jedem Bereich.

Und die anderen?

Die drängen sich, fahren die Ellbogen raus und kämpfen um die billigsten Plätze im Economy Bereich.

Mit dem Internet und der Digitalisierung von Information hat sich diese Entwicklung nun beschleunigt und verschärft.

Durch das Internet und durch Social Media heben sich genau DIE Kreativen hervor, die sich … tja … hervorheben lassen. Je bemerkenswerter – im Positiven wie im Negativen – desto eher werden sie bemerkt.

Jeden Tag surfen Millionen durch das Web nur auf der Suche nach Besonderheiten, die sie in ihren Netzwerken teilen können.

Warum?

Besonderheiten sind cool und sie machen Dich auch dann cool, wenn Du sie gar nicht selbst herstellst, sondern lediglich findest und mit anderen teilst.
Für jeden Bereich, egal wie klein, egal wie verrückt, gibt es heute eigene Netzwerke. Für jedes Thema gibt es etliche online Gruppen, die Informationen sammeln und sich untereinander austauschen. Und der mit der coolsten Information ist der Held.

Diese Liebhaber- und Experten-Netzwerke sind die eigentlichen Multiplikatoren der Kreativen heute – im Zeitalter des Internets.

Wo bleibt die Fairness, fragt Ihr? Ihr habt so viel in Eure Ausbildung investiert, und werdet nun danach bewertet, wie und ob ihr im Internet auffallt? Das kommt einem so falsch vor, nicht wahr?

Dabei wollt Ihr doch nur fair behandelt werden. Für gute und solide kreative Arbeit, entsprechend gut und solide kompensiert werden.

Und hier haben wir das Dilemma, nicht wahr?
FAIRNESS!!!!

Es ist leider ein großes Missverständnis, wenn Ihr glaubt, dass Ihr auf dem Markt für Aufwand und Zeit kompensiert werdet. Viele gehen davon aus, aber es ist leider nicht wahr. Ihr werdet für den Wert bezahlt, den Ihr dem Markt hinzufügt. Nicht für den Aufwand. Nicht für die Zeit. Nicht für Eure Kosten. Nur für den Wert, den IHR hinzufügt.

Selbst diejenigen, die offiziell nach einem Stundensatz bezahlt werden, werden nach dem WERT bezahlt, den sie erwartungsgemäß in diesem Zeitraum erschaffen. Nicht nach der Zeit.

Aber wie errechnet man den Wert?
Woher kommt er?

Der Wert entsteht auf dem Markt selbst – und zwar durch Angebot und Nachfrage.

Er besagt entweder, dass dem Auftraggeber ein bestimmtes Ergebnis nicht mehr wert ist, oder dass er davon ausgeht, dieses Ergebnis auch von jemand anderem für den gleichen Betrag bekommen zu können.

Die Lösung?

  • Sei nicht austauschbar.
  • Sei etwas Besonderes.
  • Mache etwas Besonderes
  • Stehe für etwas Besonderes
  • oder vermische alles Nichtbesondere auf eine besondere Art und Weise.

Anders ausgedrückt: sei nicht generisch!

Das ist das WESENTLICHE, von dem ich vorhin gesprochen habe. Das ist das Fundament – das, also, was Ihr zuallererst klären solltet:

-> wie könnt ihr Euch sinnvollerweise differenzieren?

Und da gibt es sehr, sehr viele Möglichkeiten, glücklicherweise.

Angenommen, Ihr nehmt die Herausforderung an …

Vor einiger Zeit gab zwei große Hürden, wenn man online mitspielen wollte – 

eine davon war die Technik.

Heute ist das anders.

Die Technik, die für eine professionelle online Präsenz nötig ist – mit allem Schnickschnack – wird von Jahr zu Jahr “intuitiver”. Heute können wir uns mit unseren Geräten doch schon fast normal unterhalten. Daher, die Technik nähert sich dem Menschen und nicht andersherum.

Während Spezialsoftware immer komplexer und umfassender wird, und Photoshop in einigen Jahren bestimmt auch den Haushalt schmeißt und die Kinder zur Schule fährt, hat das Internet UND die unglaubliche MASSE an neuen (meist völlig unerfahrenen) Usern dazu geführt, dass jeden Tag neue, immer intuitivere Softwarelösungen auf den Markt kommen, Dinge, die das Lernen, Shoppen und Arbeiten im Internet erleichtern.

Und die Kosten?

Das ist die zweite positive Entwicklung

Da sich die Entwicklungs- und Wartungskosten auf immer und immer mehr Anwender im Internet verteilen, werden Softwarelösungen immer billiger. Viele Pakete sind in der Basisversion sogar völlig kostenlos.

Und am Anfang benötigst Du idR. nicht mehr als die Basisversion!

Zudem gibt es vermehrt Abosysteme, die sich positiv auf den Cashflow auswirken. Dadurch hat man als Unternehmer, nicht mehr diese enormen Anfangskosten, und zudem kann man flexible auf wechselnde Bedürfnisse reagieren.

Wenn du etwas nicht benötigst, meldest Du Dich einfach vorübergehend ab.

Statt mit hohen Einstiegskosten zu kämpfen, wachsen die Kosten mit den Anforderungen –– und vor allem mit den Einnahmen.  Und das ist wichtig.

Da sowohl Technik als auch Kosten als ernstzunehmende Hürden weggefallen sind, sehen wir auch so viele Mitbewerber überall.

Diese Einstiegsbarrieren, die früher so viele Anfänger aufgehalten haben, ist so gut wie nicht mehr vorhanden. Statt dessen gibt es neue Herausforderungen.

Ich habe hier nicht viel Zeit auf alles im Detail einzugehen, aber schauen wir doch mal 5 der wichtigsten Erfolgsprinzipien im Internet an. Nicht die einzigen, wohlgemerkt, aber wichtige.

1. ganz banal, Du brauchst eine eigene Domain / eine eigene Online Präsenz.

Jeder Selbstständige sollte eine haben.

Es ist Dein virtueller Anlaufpunkt, der – anders als eine physikalische Adresse – nicht nur global erreicht werden kann, sondern auch so gut wie nichts kostet.

  • Dort sollten alle Fäden zusammen laufen.
  • Dort sollen alle landen, die nach Dir und Deiner Arbeit suchen.
  • Dort sollte klar erkennbar sein,
    • wer Du bist,
    • wofür Du stehst,
    • was Du machst,
    • wer Deine Kunden sind,
    • wie Du arbeitest
    • und was man tun muss, wenn man an einer Zusammenarbeit interessiert ist.

 

2. Unabhängigkeit durch eMail Listen

Eine eigene Domain ist auch deshalb wichtig, weil Ihr eine eMail Liste Eurer Kunden und Interessenten anlegen müsst.

Wer von Euch hat schon von eMail Listen gehört? Wer hat eine?
Andere Frage: Wer von Euch will am Telefon sitzen und warten, bis es klingelt – falls überhaupt?

Eine Alternative zum Warten ist, dass Ihr eine eMail-Liste anlegt. Und zwar von Leuten, die sich für Eure Sachen interessieren. Leute, die Ihr kontaktieren könnt, wenn Ihr ein Angebot fertig habt.

  • So wie eine Kunstgalerie eine Liste von Sammlern hat
  • Ein Kunstmuseum eine Liste seiner Förderer anlegt
  • Ein Verlag eine Liste von Buchhandlungen führt

Wenn etwas ansteht, eine Ausstellung oder eine neue Publikation, wird die Liste informiert. Und wenn es richtig gemacht wird, freuen sie die Leute auf der Liste über die Information. Denn sie interessieren sich ja dafür. Deswegen haben sie sich ja auf die Liste eingetragen.

SIE haben sich eingetragen, das ist der ausschlaggebende Punkt. Nicht Ihr. Sie. Sie haben es selbst gemacht.

Wo?

Auf Eurer Website.

Eine Liste gibt Euch die Macht, den Spieß umzudrehen,

  • um vom Wartenden zu Aktiven zu werden,
  • um vom Nehmenden zum Gebenden zu werden,

das ist eine komplett andere und viel bessere Verhandlungsposition

Und daher ist es auch wichtig, dass die Liste Euch gehört,

  • nicht Facebook,
  • nicht Amazon,
  • nicht Euren Agenten,
  • nicht Eurer Repräsentanz,
  • nicht Eurem Verlag.

Nur Euch!

Und ihr solltet sie auch nicht weitergeben – auch nicht auf Verlangen. Und das nicht nur aus Datenschutzgründen. 

Die anderen haben ihre eigenen Listen. Sollten sie zumindest. Und sie werden sie Euch ebenso wenig geben.

Warum?

  • Eine gute Liste ist so wertvoll. Sie ist nicht nur die Basis Deiner Einnahmen, sondern auch das, was übrig bleibt, wenn mal irgendetwas schief gehen sollte
  • Menschen mit einer guten Liste, können nach einem Rückschlag sofort wieder aufstehen.

Nun baut man eine relevante Liste nicht von einem Tag auf den nächsten auf, das ist klar, aber man kann sie durchaus über Nacht aufbauen, also automatisiert, — wenn Du weißt, was Du tust, und warum Du es tust, und für wen Du es tust, und Dir auf dieser Basis eine gute individuelle Strategie ausdenkst, funktioniert das. Völlig egal, in welchem Bereich Du tätig bist.   

Die Strategie bzw. die einzelnen Schritte müssen gar nicht kompliziert sein, sie müssen nur für Dich angepasst sein, damit Du sicher gehen kannst, dass Du die richtigen Leute ansprichst. Je nachdem, wer Deine Kunden sind, und was für Angebote Du erstellst, benötigst Du entweder hunderttausende von Interessenten oder nur eine Handvoll.

Eine lange eMail Liste mit Leuten, die sich nicht speziell für Deine Sache interessieren, ist rausgeschmissenes Geld.

Bei eMail Listen geht es primär darum, dass Du die Menschen, die für Deine Karriere wichtig sind, direkt erreichen und mit ihnen angemessen kommunizieren kannst.

Wenn du verschiedene Angebote hast, führst Du in der Regel auch verschiedene Listen und getrennte Konversationen. Die Sammler, die mehrere hunderttausend Euro für Deine großformatigen Werke bezahlen, werden anders behandelt, als die Leute, die ein Postkartenset online erwerben.

3. Und damit kommen wir zur Kommunikation.

Damit ist natürlich sowohl die Kommunikation mit den Kontakten auf Deiner Liste gemeint, als auch die Kommunikation, die überhaupt erst zur Erstellung dieser Liste führt.

Da wir hier & heute vom Internet sprechen, und von den neuen Chancen & Möglichkeiten, die dieses uns Kreativen bietet, möchte ich in diesem Zusammenhang einen bestimmten Aspekt der Kommunikation hervorheben, und zwar den Übergang von der PUSH zu PULL Werbung.

Also, im letzten Punkt haben wir gesagt, dass Deine Interessenten sich bei Dir auf Deiner Website eintragen, um von Dir zu hören.

Das setzt natürlich voraus, dass sie irgendwo erst einmal auf Dich aufmerksam geworden sind.

Vielleicht haben sie Dich persönlich getroffen oder sind über Deine Werke gestolpert. Oder Du bist ihnen empfohlen worden. Das wären alles Möglichkeiten, die es auch früher gab.

Nun haben wir das Internet. Das Internet ist das Tor zur Welt, aber wie willst Du das nutzen? Nur weil Du theoretisch alle Interessenten erreichen kannst, heißt das ja noch lange nicht, dass Du es auch tust.

In der Vergangenheit haben große Unternehmen ein Vermögen in Werbung investiert, um neue Kunden zu erreichen. Vor dem Internet, war Werbung zu platzieren wie das Schießen mit einer goldenen Schrotflinte. Unglaublich teuer und unglaublich ineffektiv. Denn man konnte nicht messen was funktioniert und was nicht funktioniert. Man hatte immer nur das Endergebnis. Und das war entweder positiv oder negativ. Ob die Leute die TV-Werbung gesehen hatten oder die Anzeige in einem bestimmten Magazin, das konnte man nicht wissen.

Kleine Unternehmen konnten sich eine goldene Schrotflinte nicht leisten. Werbung war daher unglaublich elitär.

Dann kam das Internet. Und mit ihm kamen Datenkraken wie Facebook & Co.

Während das einerseits natürlich hochproblematisch ist, ist es andererseits für Unternehmer – gerade kleine mit wenig Budget – ein Grund zur Freude. 

Ich will jetzt nicht auf die offensichtlich negativen Aspekte dieser Datensammlerei eingehen, das wäre ein anderes Thema, ok? Hier geht es um die neuen Chancen und Möglichkeiten für Kreative, und diese Datensammlungen gehören dazu! Denn sie geben jedem (ob klein oder groß) die Chance, ihre Botschaft nur an diejenigen zu verschicken, die sich hoffentlich auch dafür auch interessieren werden.

Ein Beispiel:

Das MoMA in NY (Museum of Modern Art) kann über Facebook sämtlichen Menschen eine Information zukommen lassen, die auf Facebook angedeutet haben, dass sie das MoMA “mögen” (like/share/follow). Wenn es um eine lokale Angelegenheit, wie eine Ausstellungseröffnung geht, kann das MoMA die Zielgruppe für die Botschaft weiter einschränken und festlegen, dass nur die, die Nachricht sehen sollen, die sowohl das MoMA “liken”, als auch in einem Umkreis von – sagen wir mal – 20 Meilen wohnen.

Nicht alle dieser Menschen werden bereits im eMail Verteiler vom MoMA stehen, aber etliche werden sich nun sicher zusätzlich eintragen, um mehr Informationen zu diesem Event zu bekommen. Die, die bereits im eMail Verteiler sind, stört es auch nicht, die Botschaft nochmal auf Facebook zu sehen, im Gegenteil, höchstwahrscheinlich ist es eine willkommene Erinnerung.

Und alle anderen, die sich nicht für das MoMA interessieren, werden diese Botschaft gar nicht erst sehen! Eine irrelevante Werbung weniger! Denn ja, so eine Botschaft an Deine Zielgruppe ist Marketing und Werbung!

Dadurch, dass das MoMA seine Botschaft nun gezielt an eine Zielgruppe von (ich sag mal eine beliebige Zahl) 50.000 Menschen verschickt, statt pauschal an 10 Mio. Menschen, kostet sie diese Werbung auf Facebook möglicherweise nur $200 statt $200.000. Zusätzlich nervt diese Werbung niemanden, der sich nur für Formel1 interessiert.  Sie wird daher erfolgreicher sein, als eine Werbung, die auch die Leute anspricht, die eigentlich nur etwas über Formel1 hören wollen.

Das Gleiche kann übrigens die kleine Galerie eine Straßenecke weiter machen. Sie kann die gleichen 50.000 Menschen ansprechen, die auch das MoMA anspricht, indem sie die gleiche Zielgruppe definiert – also Leute, die das MoMA mögen und in einem Umkreis von 20 Meilen wohnen. Denn auch die kleine, eher unbekannte Galerie, die noch keine Fans hat, wird sich die $200 leisten können. Und so kann die kleine Galerie mit kleinstem Einsatz völlig legal auf der Bugwelle des großen Museums of Modern Art surfen. Nicht übel.

Habt Ihr auch eine Bugwelle, auf der ihr mitsurfen könntet?

Ob und wie man seine Werbung über Facebook, Pinterest, Instagram, Google, kostenlos über den eigenen Blog oder was auch immer im Detail schaltet,  dazu gibt es ganz, ganz viele Taktiken. Und diese Taktiken ändern sich auch ständig, da sich das Internet und die Algorithmen ständig ändern. Es sind zudem nicht die einzigen Möglichkeiten, sein Publikum zu erreichen und/oder zu erweitert. 

Fazit ist jedoch, dass effektive Werbung heute so gut wie jedem offen steht – Statt (wie damals) teure Werbung schalten zu müssen, indem wir mit einer Schrotflinte wie die Wahnsinnigen um uns schießen – wie das VOR dem Internet gemacht werden musste – sind wir zu Snipern geworden, die nur mit denjenigen Leuten reden, die uns ZUERST signalisiert haben, dass sie interessiert sind. Ohne großartige Streuverluste. Und vor allem, ohne die Menschen zu nerven, denen das Thema offensichtlich egal ist.

Dummerweise, wie wir alle am Spam erkennen, übertragen auch heute noch die meisten die traditionellen Werbemethoden auf das Internet und gehen online-Marketing mit der abschreckenden PUSH-Methode an.

Sie nutzen nach wie vor den ineffektiven, spammigen Schrotflinten-Ansatz – da dieser dank eMail nicht mehr so teuer ist. Das sind genau DIE schleimigen, aggressiven Werber & Verkäufer, die den Profit vor den Menschen stellen und denen die Branche den schlechten Ruf verdankt.

So wollen wir NICHT sein, ok? Es ist wahnsinnig respektlos, Menschen so zu behandeln!

Eines sollte Euch jedoch klar sein: von alleine findet man Euch nicht mehr. Dafür ist das Internet viel zu groß und undurchsichtig geworden.

Ihr müsst also etwas dafür tun.
Tut das Richtige: redet nur mit denjenigen, die sich dafür interessieren. 

4. Ihr benötigt eine eindeutige & klare Positionierung

Wie man Euch im Internet findet, hat sehr stark mit Eurer Brand (also Marke) und Positionierung zu tun. Und die könnt Ihr selbst definieren.

Sie bestimmt das Gesamtbild, also das, wofür Ihr steht. Sie bestimmt auch das, was man von Euch erwarten wird. 

Alles, was Ihr macht, sagt und schreibt, sollte mit Eurer Positionierung übereinstimmen.

Natürlich seid ihr eine Person mit vielen Interessen und Leidenschaften. Ein einziger beschreibender Paragraph wird Euch als Person natürlich nicht gerecht. Muss er auch gar nicht.

Denn Ihr dürft nicht vergessen, dass Ihr nicht Eure Firma seid.

Als Beispiel:

Wir haben die private J.K. Rowling, von der wir relativ wenig wissen. Dann haben wir die öffentliche J.K. Rowling, die wahrscheinlich nicht mit der privaten J.K. Rowling übereinstimmt. Wir haben Pottermore, eine Firma, die Partnerschaften eingeht und Lizenzen rund um die HP-Geschichten verwaltet und dann haben wir die Harry Potter Brand selbst, die aus den Büchern, Audiobüchern, Ausmalbüchern, Themenpark usw. besteht. Die Krimiserie, die J.K. Rowling ebenso schreibt, gehört nicht dazu. Das ist eine separate Produktbrand. Sie schreibt sie sogar unter einem anderen Namen.

Gerade Kreative machen hier gravierende Fehler und vermischen was nicht vermischt gehört.

DU bist eine Sache.
Dein Unternehmen (ob als Freelancer oder Entrepreneur, oder beides) ist eine andere Sache.
Und falls Du Produktbrands hast, ist das wiederum etwas anderes.

JKR ≠ Pottermore ≠ Harry Potter Serie

Das Ziel Deiner Botschaft ist, das sich Deine Zielgruppe davon sofort angesprochen fühlen sollte. Und sie muss sofort verstehen, worum es geht und was das Besondere an dem ist, was Du anbietest.

Und warum ist das so wichtig?

Es geht dabei nicht darum, Deine Botschaft denen klar zu machen, die Du eh bereits persönlich kennst, sondern um die nächste und übernächste Ebene. DAS definiert Deinen Erfolg auf dem Marktplatz – und besonders im Internet.

Es geht also darum, dass:

  • die, die Du kennst, Dich weiterempfehlen an die, die Du NICHT kennst
  • und dass die, die Du NICHT kennst, Dich ebenso weiterempfehlen!

Dafür benötigst Du eine glasklare Positionierung mit einer Botschaft, die man leicht und gerne weiter geben kann, und eine saubere Strategie, damit das auch funktioniert.

5. Es heißt nicht von ungefähr, dass der, der die beste Strategie hat, gewinnt.

Was gehört alles dazu?

Teile einer übergeordneten Strategie sind natürlich:

  • Positionierung
  • Wahl der Angebote. Zum Beispiel:
    • etwas Billiges für viele
    • etwas Teures für wenige
    • und am besten noch etwas dazwischen.

In diesem Fall geht es darum, nicht alle Eier in einen Korb zu legen. Das ist strategische Entscheidung, die gerade heutzutage wichtig ist. Denn wenn Ihr Euch umschaut:

  • Brexit mit ungeahnten Folgen
  • USA Wahl mit ungeahnten Folgen
  • nationale und internationale Konflikte mit ungeahnten Folgen
  • und alles ist mit der Wirtschaft verknüpft.

Es wäre naiv, alles auf eine Karte zu setzen.

Besser ist es, mit unterschiedlichen Angeboten verschiedene Kundengruppen anzusprechen.
Aus diesem Grund gehört auch die Auswahl Eurer Zielgruppen sowie CashFlow & Promotionen zu einer übergeordneten Strategie.

  • um kurzfristige Engpässe überwinden zu können
  • um auch in den Sommerferien Einnahmen zu haben
  • um die Rente zu finanzieren
  • um planen zu können, was Ihr nächstes Jahr verdienen wollt und die richtigen Schritte einleiten zu können, damit das auch tatsächlich passiert

Egal ob Ihr Freelancer seid oder Euch eher als Entrepreneur seht, diese ganzen Sachen hängen miteinander zusammen und voneinander ab.

Es ist ein organisches Konstrukt. Zusammengehalten von einer klaren Planung, um Eure Ziele auch wirklich erreichen zu können.

Während Technik und Kosten heute keine Hürden mehr darstellen, sind Planung und Strategie an ihre Stellen getreten.
Aber nicht, weil es so schwer ist, sondern weil es so wenig Kreative machen. Warum?  Weil sie es nie gelernt haben!

Dankbarerweise finden wir die Informationen, die wir dafür benötigen, in Seminaren, in hunderten und tausenden von Büchern und im Internet selbst. Vieles davon kostenlos.

Früher musste man Insider sein, um an solche Informationen zu kommen. Heute ist die Information selbst weniger das Problem.

Die richtige Information herauszufiltern, und daraus eine individuelle Strategie zu entwickeln, ist schon eher das Problem, zumal sich viele Ratgeber widersprechen. 

Das hat damit zu tun, dass jede Situation ist anders ist. Jede Karriere ist anders. Jede Persönlichkeit ist anders.

  • Es gibt Extrovertierte und Introvertierte
  • Systemdenker und Menschenkenner
  • Leute, die ständig neue Ideen haben und andere, die besser darin sind, Bestehendes zu optimieren.
  • Manche sind besser im Anfangen, andere sind besser im Abschließen.
  • usw.

Und je nachdem, auf welcher Stufe Eurer Karriere Ihr steht, werden auch dort unterschiedliche Regeln gelten. Anfänger haben andere Dinge zu beachten als Fortgeschrittene.

Daher widersprechen sich Ratgeber zT. diametral. Es ist wichtig, das zu realisieren, denn es befreit Euch vom Glauben, jedem x-beliebigen Rat folgen zu müssen. Es gibt Prinzipien, die universell gültig sind, zB dass ihr etwas ändern müsst, wenn Ihr in Eurer Zukunft andere Resultate wünscht, als Ihr sie in der Vergangenheit hattet. Aber das heißt nicht, dass Ihr jetzt ein Immobilienimperium aufstellen müsst, nur weil einige Menschen damit sehr erfolgreich waren. Ok?

Fazit:

es lohnt sich nicht, sich über das Internet zu beschweren. Denn es ist, als würden wir uns über das vielseitigste Werkzeug für Kommunikation und Distribution beschweren, das es jemals für einen Werkzeugkasten gegeben hat.

Statt uns darüber zu beschweren, sollten wir möglichst schnell lernen, es effektiv zu unserem Vorteil zu nutzen. Denn wie jedes Werkzeug, kann auch das Internet richtig oder falsch eingesetzt werden.

Das Internet hat die Landschaft verändert. Und wenn wir bedenken, dass wir noch nicht einmal 50% der Weltbevölkerung angebunden haben, könnt Ihr getrost davon ausgehen, dass diese Entwicklung weiter gehen wir. Und zwar rasant.

Schwimme mit dem Fluss statt gegen den Fluss.
Beobachte, wie am Ufer überall neue Möglichkeiten entstehen.

Kreative kreieren. Kreative schaffen Werte durch Innovation. Ihr schafft Werte aus dem NICHTS – wie großartig ist das denn?

Das Internet ermöglicht Euch – weil es so umfassend ist – einen Markt für jede noch so verrückte (oder weniger verrückte) Idee zu finden.

Damit bietet es Euch die Möglichkeit, Euch breiter und somit sicherer aufzustellen, damit ihr mehr Zeit für Eure Freelancer Aufträge habt, falls Ihr das möchtet, oder auch mal welche ablehnen könnt, wenn sie Euch nicht gefallen.

Wenn Ihr wisst, wer Ihr seid, wofür ihr steht, wo Ihr steht und wohin ihr möchtet, könnt Ihr mit Hilfe des Internets die nötigen Bausteine zusammen suchen, um ein krisensicheres Fundament zu erstellen – auf diesem könnt Ihr dann jede Art von Geschäft aufbauen.

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten — macht etwas damit!
Macht etwas Bemerkenswertes!

Und danke für Eure Zeit. 

 

#BusinessLoungeTraining   #TheWeeklyNapkin   #ServiettenErklärungen

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